Akte 20.11 berichtet über die “Abofallen” bei Musicstar

Akte 20.11 berichtet über die “Abofallen” bei Musicstar

Derzeit ärgern sich viele User wahrscheinlich über Musicstar. Grund ist eine “Abofalle”, in die man beim Einlösen von Gutscheinen gerät. Neben den angeblich kostenlosen Songs erhält man wenige Wochen später eine Rechnung über eine gebuchte Monatsflatrate. Jetzt nahm sich sogar Sat.1 in seinem Magazin Akte 20.11 der Sache an. Doch wie kam es, dass zahlreiche User in die “Abofalle” gerieten? Und was hat Sparwelt.de damit zu tun?

Wie Sat.1 berichtet, wurde Musicstar vor allem durch Werbung auf Produkten bekannter Firmen bekannt: Schokolade der Marke Ritter Sport, Milchreis der Firma Müller oder Pizza von Wagner. Auf den Packungen waren Gutscheine aufgeklebt, die einen Wert von 10 Euro hatten. Man konnte somit bei Musicstar im Wert von 10 Euro Musik gratis runterladen. Der Haken bei der Sache: Eine Menge User beschwerten sich anschließend, dass sie eine Flatrate mit monatlichen Gebühren von 20 Euro abgeschlossen hatten. Und Musicstar war weder per Mail, noch per Telefon zu erreichen.


Was hat Sparwelt.de nun damit zu tun?

Auch wir von Sparwelt.de berichteten in der Vergangenheit über Gutscheine von Musicstar, die wir z.B. bei Deutschlands großem Automobilklub ADAC entdeckt hatten und die dann im Netz kursierten. Hin und wieder konnte man bei Musicstar einzelne Songs oder ganze Alben downloaden.

Doch um an die Songs zu kommen, musste man vorsichtig sein: Wir wiesen regelmäßig darauf hin, dass zur Bestätigung des Kaufs nicht ein großer Button mit der Aufschrift „Testen Sie jetzt musicstar Songflat Charts kostenlos 14 Tage lang völlig unverbindlich und kostenfrei*“, sondern ein sehr kleiner Link unterhalb des Bestellfelds mit dem Wortlaut „Einkauf fortsetzen, ohne Angebot gratis zu testen“ angeklickt werden musste. Ganz schön tricky, aber – wenn man es beachet – im Grunde ganz einfach.

Aber warum haben wir eigentlich Gutscheine von Musicstar auf Sparwelt.de veröffentlicht? Die Zusammenarbeit mit Musicstar ist eine ziemlich komplizierte Geschichte. In der Vergangenheit fiel Musicstar bereits als zweifelhafter Anbieter von Musikdownloads auf. Im Jahr 2010 bot das Unternehmen uns dann eine Gutscheinkooperation an. “Wir verhandelten vorher mit den Musicstar-Machern und forderten, dass versteckte Abos und teure Flatrates von deren Internetauftritt verschwinden sollten – denn sonst haben solche Angebote auf Sparwelt.de nämlich nichts zu suchen”, erinnert sich unser Geschäftsführer Daniel Engelbarts.

Tatsächlich ging Musicstar darauf ein, und wir erhielten Gutscheincodes. Wir überprüften den Bestellprozess, merzten letzte Fehler aus (Eingabe von Kontodaten war bspw. dann nicht mehr erforderlich) und standen in gutem Kontakt zur Pressestelle. Unsere Berichterstattung erstreckte sich über mehrere Wochen, vielleicht erinnert ihr euch noch an die Möglichkeit, den Eurovision-Song-Contest-Hit “Satellite” von Lena gratis herunterladen zu können. Auch zu diesen Zeiten gab es eine Flatrate in Höhe von 7,95 Euro im Monat, die jedoch nicht versteckt war, sondern optional dazugebucht werden konnte und so keine verärgerten User auf den Plan rief.

Nach “Lena” wurden uns dann keine Gutscheine mehr ausgestellt, und die Zusammenarbeit und auch die ansonsten so flüssige Kommunikation brach ab, stattdessen tauchten Hinweise auf den ungewollten Abschluss von Abos durch die irreführende optische Gestaltung der Webseite auf – wie in den Anfängen (vor “Lena”). Seitdem berichtet Sparwelt.de zwar, wenn Musicstar kostenlose Songs anbietet oder wenn im Netz neue Gutscheine von Musicstar kursieren; wir machten in unseren Artikeln jedoch immer darauf aufmerksam, dass Musicstar in seine Angebote “Fallen” eingebaut hat, und stellten ausführlich dar, wie der Bestellvorgang auszusehen hat, um nicht in diese Abofalle zu geraten. Wir gehen davon aus, dass euch diese Tipps geholfen haben, ein Abo und den damit verbundenen Ärger auf jeden Fall zu umgehen – denn so ein Flatrate-Abo ist keinesfalls ein Schnäppchen und nicht mit Sparwelt.de vereinbar.

Was lernen wir aus der sogenannten Abofalle von Musicstar?

Auch wenn es überall “gratis”, “kostenlos” oder “for free” heißt, lohnt es sich meist, ganz genau hinzuschauen, was man in seinen Warenkorb legt. Und man sollte auch genau überlegen, ob versteckte Fallen wirklich auszuschließen sind. Sparwelt.de versucht, genau diese Problemfälle auszuschließen und euch das Online-Shopping so einfach wie möglich zu machen. Schließlich sind wir ein verbraucherfreundliches Portal und möchten euch einen hohen Grad an Sicherheit gewähren. Zögert nicht, eure Skepsis bei Angeboten zu bekunden, damit auch wir noch einmal genau hinschauen. In Zukunft werden wir weiter daran arbeiten, Anbieter und Deals ganz genau zu überprüfen, und sie euch erst dann vorstellen.

Für die Sparwelt.de-Redaktion

Eure Steffi

4 Kommentare

  1. Auch ich habe so eine Rechnung erhalten, allerdings nicht über eine Flatrate, sondern über genau die 10 Titel, die ich mit nem Gutschein von Melitta eingelöst habe, somit eigentlich auch bezahlt waren.
    Komisch: Es mahnt eine ominöse Inkasso-Firma, es kommt nur per Mail und es reagiert KEINER bei Musicstar. Mein letzter Ausweg war – nicht bezahlen ( für was auch ) und mich mit Melitta kurz zu schließen, schließlich wirft dieses Geschäftsgebahren auch seinen negativen Schaden auf seriöse Firmen wie Melitta z.B…Mal schauen, was nach Akte 20 / 11 nun rauskommt.

  2. Scheinbar ist Bärenmarke gerade auf Musicstar reingefallen.

  3. naja jetzt bringt music-star seine ungewollten abos jedenfalls durch die aufforderung einer passwortänderung an den mann/die frau.
    4-5 wochen nach passwortänderung kommt dann das dicke ende in form einer rechnung per inkassounternehmen und auf nachfrage wird einem dann erklärt, das man im zuge besagter passwortänderung ein abo gebucht hätte… selbstverständlich sei man ja mehrfach bei diesem vorgang darauf hingewiesen worden (ich frag mich nur wo???), die widerrufsfrist sei verstrichen (wo waren aber nur die widerrufsbelehrungen) und man solle jetzt bitteschön doch das abo bezahlen…

  4. Das schwarze Schaf |

    Aktuelle Infos zu MusicStar.de
    Auch ich bin in die Abofalle geraten und habe das komplett noch einmal nachvollzogen.
    Schritt für Schritt habe ich die Abofalle unter die Lupe genommen und genaustens beschrieben, wo diese lauert.
    Ich hab es rechtzeit gemerkt und von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht. Der Widerruf wurde mir per Email von MusicStar bestätigt. 2 Wochen später wurde mir dann vom Inkasso Geld vom Konto abgebucht – Obwohl ich nachweislich kein Abo bei MusicStar besitzte. Das GEld habe ich zurück buchen lassen, nun kommt die Mahnung vom Inkasso, 7,10€ für die Rücklastschrift soll ich nun samt der Abogebühr überweisen. Die Polizei ermittelt nun, da ich Strafanzeige erstattet habe. Übrigens Bärenmarke (Allgäuer Alpenmilch) glaubt weiterhin an MusicStar, das dort alles mit rechten Dingen zugeht. Wen es interessiert kann es nachlesen.

Einen Kommentar schreiben