Amazon Prime erhöht Ausgaben und senkt Gewinne des Online-Händlers

Amazon Prime erhöht Ausgaben und senkt Gewinne des Online-Händlers

Mit Amazon Prime könnt ihr ordentlich Porto sparen und in den USA habt ihr sogar Zugriff auf weitere attraktive Dienste. Doch wie kann sich ein Dienst wie der Expressversand im Abonnement überhaupt für Amazon rentieren? Die Antwort liegt auf der Hand: Eigentlich gar nicht. Für Amazon fielen ganz im Gegenteil allein in den USA Portokosten in Milliardenhöhe an und die Gewinne sahen im Gegensatz dazu eher gering aus.

Mittlerweile nehmen immer mehr Kunden die Option “Amazon Prime” in Anspruch. Laut Internetworld.de bringt die Versandkostenflatrate Amazon Prime jedoch keine Gewinne ein, stattdessen zahlt Amazon ordentlich drauf. In den USA wurden innerhalb von 9 Monaten Portokosten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar fällig, dies entspricht einem Betrag von 1,1 Milliarde Euro. Die Portokosten nahmen um 82 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Die Umsätze stiegen hingegen um nur 44 Prozent.

Internetworld.de schreibt außerdem, dass der Nettogewinn um 38 Prozent sank und jetzt nur noch 454 Millionen US-Dollar beträgt. Dies ist noch immer ein hoher Betrag, stellt man diesen jedoch den Portokosten gegenüber, die immerhin mehr als das 3-fache betragen, sind wir doch erstaunt über Amazons Marketingstrategie. Zweifelsfrei macht das Abo für Versandkosten Amazon beliebt, doch ob sich die hohen Ausgaben in Zukunft rentieren, bleibt abzuwarten. Bereits jetzt wird spekuliert, ob Amazon bald zu einer Erhöhung der Versandkosten gezwungen wird.

In Deutschland bedeutet Amazon Prime, dass ihr pro Jahr 29 Euro an Amazon bezahlt und als Gegenleistung eure Artikel kostenlos als Premiumversand an euch geschickt werden. Ihr erhaltet die bestellte Ware somit meist bereits am nächsten Tag, die Option Morning-Express ist für lediglich 5 Euro Aufpreis dazubuchbar, sodass ihr euren Artikel bereits am Folgetag vor 12 Uhr in den Händen halten könnt. Derzeit könnt ihr den Premiumversand übrigens kostenfrei einen Monat lang testen. In Deutschland lohnt sich das Prime-Abo jedoch nur, wenn ihr häufig keine Bücher oder Artikel unter 20 Euro bestellt und eure Bestellung möglichst schnell in den Händen halten wollt.

In den USA ist Amazon Prime jedoch noch ein wenig attraktiver. Für 79 US-Dollar im Jahr, also umgerechnet rund 62 Euro, erhaltet ihr eure Ware nicht nur innerhalb von 2 Tagen, ihr habt sogar Zugriff auf zahlreiche Filme und Serien, die ihr euch per Stream anschauen könnt. Die neueste Errungenschaft ist außerdem der Verleihdienst für E-Books. Pro Monat können sich Prime-Kunden ein E-Book ausleihen und auf ihrem Kindle lesen. Dieses wird automatisch gelöscht, wenn ihr euch ein weiteres elektronisches Buch ausleiht und herunterladet. Studenten können diesen Dienst 6 Monate lang kostenlos testen.

Für euch User ist Amazon Prime sicherlich eine tolle Sache. Besonders dann, wenn ihr häufig bei Amazon bestellt. Sicherlich will euch Amazon mit der Versandkostenflatrate an sich binden, damit ihr euch eher für einen Einkauf bei dem bekannten Online-Händler entscheidet. Dennoch bedeutet Prime hohe Ausgaben für Amazon. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob Amazon den Dienst auch 2012 weiter möglicht macht und diesen womöglich noch weiter ausbaut.

Eure Steffi

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