Apple: Rekordverkäufe für iPhone 4S, Patentstreit mit Samsung hält an

Apple: Rekordverkäufe für iPhone 4S, Patentstreit mit Samsung hält an

Erst kürzlich stellten wir fest, dass das iPhone 4S ungewöhnlich viele Vorbestellungen aufweisen konnte. Seit Freitag ist dieses jetzt im Handel und die Anzahl der verkauften Smartphones ist rekordverdächtig. Das ist natürlich positiv für Apple, doch Samsung freut sich weniger darüber. Und schon beginnt eine weitere Episode im nie enden wollenden Patentstreit zwischen Apple und Samsung, der jetzt auch ein Verbot des iPhone 4S mit sich ziehen soll.

Der Mediendienst Kress.de vermeldet, dass in den ersten 3 Tagen nach dem offiziellen Verkaufsstart am 14. Oktober 2011 mehr als 4 Millionen iPhone 4S verkauft wurden. Nicht nur, dass dies mehr als doppelt so viele Modelle sind, als zum Verkaufsstart des iPhone 4, das iPhone 4S ist somit zum Smartphone mit dem besten Verkausstart der Geschichte geworden. Kurz zuvor waren außerdem die iCloud, sowie das neue Betriebssystem iOS 5 gestartet. Nach 5 Tagen nutzten rund 20 Millionen Menschen die iCloud, 25 Millionen iOS 5. Bis Freitag hatten rund 1 Million Vorbestellungen vorgelegen.

Momentan erhaltet ihr das iPhone 4S in den USA, Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und Kanada. Am 28. Oktober soll es in 22 weiteren Ländern verfügbar sein, bis Ende des Jahres soll es schließlich rund 70 Länder erobert haben.

Apple hat somit jeden Grund zur Freude, dennoch wird die Veröffentlichung des iPhone 4S von dem weiter andauernden Patentstreit zwischen Apple und Samsung überschattet. In der Vergangenheit hatten wir ja bereits ausführlich über die Auseinandersetzungen berichtet: Erst hatte Apple ein Verkaufsverbot des Samsung Galaxy Tab 10.1 erwirkt, dann hatte Samsung mit einer Gegenklage gekontert, derzufolge Apple Patente verletze. Apple wiederum ist sich sicher, dass die von Samsung verlangten Lizenzgebühren viel zu hoch seien. Ein ewiges Hin und Her und keine Aussicht auf Versöhnung, so scheint es zumindest.

Denn Samsung legt jetzt nach und will wie angekündigt das iPhone 4S verbieten lassen. Der Konzern beantragte einstweilige Verfügungen in Australien und in Japan, so berichtet Spiegel.de. Mittlerweile liegen beide Unternehmen weltweit im Streit: Klagen beschäftigen die Gerichte in nunmehr 10 Ländern.

In den Niederlanden war Samsung jedoch nicht erfolgreich: Das Gericht wies die Klage ab und erklärte, Samsung müsse das Patent allen Anbietern im entsprechenden Bereich lizensieren. Und das zu “fairen, angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen“. Apple hatte in der Vergangenheit kritisiert, dass ausgerechnet diese Formulierung nicht zutreffe, obwohl es sich um eine Regelung handelt, die die Umsetzung wichtiger geltender Standards sicherstellen soll. Es handelt sich übrigens um die 3G-Technologie, die u.a. auch in den iPhones zum Einsatz kommt. 

Das niederländische Gericht ist der Überzeugung, dass Apple und Samsung ihre Streitigkeiten selbst beilegen müssen, indem sie sich auf eine Lizensierung der Technologie einigen. Ob und wann dies der Fall sein wird, ist unklar. Bis dahin werden Apple und Samsung wohl noch so manches Gericht beschäftigen.

Eure Steffi

1 Kommentar

  1. Ja, und trotz Rekordverkäufe sind Anleger enttäuscht … was für eine Welt!

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