Günstige Surfsticks – mobil online sein

SurfstickMobil sein – das ist heute ein Kriterium, welches viele Menschen erfüllen müssen. Allen voran die Studenten, die täglich viele Kilometer zur Uni zurücklegen. Um ihre Arbeiten zu schreiben, ist eine Verbindung zum Internet nahezu Pflicht. Denn im World Wide Web kann jeder Student einfacher und schneller recherchieren, als in der Bibliothek. Doch nicht überall auf dem Campus ist ein Internet-Anschluss vorhanden, das W-LAN ist oftmals ausgelastet. Praktisch sind Surfsticks, mit denen jeder mobil ins Internet gehen kann – von nahezu überall. Doch wie bei vielen anderen Produkten fällt auch hier die Wahl nicht einfach. Surfsticks gibt es mit und ohne Vertrag von verschiedenen Anbietern. Einige haben monatliche Fixkosten, andere sehr lange Laufzeiten. Was sind die genauen Unterschiede und welche Vor- und Nachteile ergeben sich? Die nachfolgende Checkliste befasst sich mit diesen Fragen.

Welches Datenvolumen wird benötigt?

Bevor wir uns mit der Frage befassen, welcher Anbieter der Richtige ist, muss das Surfverhalten ermittelt werden. Denn im Vergleich zum festen Anschluss zu Hause verfügen Surfsticks über monatliche Volumen. Nachdem dieses aufgebraucht wird, drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit. In der Regel ist von Beschränkungen in der Größenordnung 1GB, 5GB oder gar 10GB zu lesen. Für Laien bieten diese Zahlen allerdings keine Aussage. Die nachfolgende Tabelle zeigt, für welches Surfverhalten ein Datenvolumen ausreichend ist.

Surfverhalten
E-Mails empfangen und versenden 300 2.000
Im Netz surfen 100 Std. 250 Std.
Chatten 20 Std. 100 Std.
Download kleiner Spiele 5 30
Download von MP3s 20 100
YouTube-Videos 20 100
Datennutzung insgesamt ca. 1GB ca. 5GB

Die Netzwahl

Zahlreiche Verbraucher wählen ihren Smartphone- oder Datentarif lediglich nach den monatlich anfallenden Kosten. Auch Zusatzoptionen spielen eine entscheidende Rolle. Beim Abschluss eines solchen Vertrages sollten sich Verbraucher allerdings vielmehr darüber bewusst sein, dass sie zwei Jahre lang an den jeweiligen Anbieter gebunden sind. Ist das Mobilfunknetz gut ausgebaut, dann kann der Vertrag schnell zum Problem werden.

In den vergangenen Jahren wurde der Mobilfunkmarkt von günstigen Discountern überschwemmt. Nur wenige Verbraucher wissen, dass auch die Billig-Anbieter das Netz der vier großen Netzbetreiber O2, T-mobile, Vodafone und Base (ehemals E-Plus) nutzen. Dennoch sprechen die günstigen Preise viele Kunden an. Wichtig bei der Netzwahl ist einzig und allein die Empfangsqualität des Netzes und die Abdeckung. Genau hier zeigen Discount-Anbieter Schwächen.

Nachfolgend kann die UMTS-Verfügbarkeit der vier großen Anbieter überprüft werden:

Welche Geschwindigkeit wird benötigt?

3,6, 7,2 Mbit/s und mehr – Mobilfunkbetreiber werben mit immer schnelleren Zugängen ins mobile Internet. Für viele Kunden ist schneller gleichzeitig besser. Doch diese Geschwindigkeiten sollten bei der Vertragswahl eine sehr minimale Rolle spielen: Was bringt der schnellste Anschluss, wenn er nach 2GB verbrauchtem Datenvolumen auf 128 kbit/s gedrosselt wird? Studenten, die ihren Surfstick für mehr als nur Recherchearbeit nutzen wollen, sollten in puncto Datenvolumen nicht sparen. Ein weiteres Problem bei diesen Angaben ist die Tatsache, dass es sich lediglich um theoretische Zahlen handelt. 7,2 Mbit/s können nur unter idealen Bedingungen mit einem Surfstick erreicht werden. In Realität ist diese Geschwindigkeit nicht erreichbar. Der Grund dafür ist einfach: Besonders in Großstädten sind zahlreiche Menschen mit Surfsticks unterwegs. Aber auch der Empfang spielt eine große Rolle. Ein mobiler High-Speed-Zugang, wie man ihn von zu Hause gewohnt ist, kann mit aktueller Technik nicht realisiert werden.

Die verschiedenen Hardwareoptionen

Die Hardware für den Zugang ins mobile Internet kann bei den meisten Anbietern direkt mit erworben werden. Doch hier stehen die Kunden vor einer weiteren Herausforderung: Welcher Surfstick ist für sie geeignet? Bei vertraglichen Angeboten ist der Surfstick oftmals bereits im Preis inbegriffen. Für Prepaid-Angebote muss ein Stick zusätzlich gekauft werden.

Die Surfsticks sehen in der Regel aus wie herkömmliche USB-Sticks. Sie werden ebenfalls über USB mit dem Computer oder Laptop verbunden. In ihnen befindet sich ein Steckplatz für eine SIM-Karte sowie eine UMTS-Antenne.

Moderne Surfsticks bieten:

  • Download von bis zu 21 Mbit/s
  • Upload von bis zu 5,76 Mbit/s
  • optional: Speicher erweiterbar auf bis zu 32 GB (MicroSD)

Einige Prepaid Anbieter subventionieren ebenfalls ihre Surfsticks, jedoch ist die Hardware mit einem SIM-Lock versehen. Bei SIM-Lock können die Sticks nur in demselben Netz verwendet werden. So geht der Anbieter sicher, dass der Kunde den Stick nicht für das Angebot eines Konkurrenten nutzt.

Unterschiede Prepaid und Vertrag

Wer sich für einen Anbieter entschieden hat, muss nur noch wissen, ob er einen Vertrag oder ein Prepaid-Angebot bevorzugt. Beide haben Vor- und Nachteile, die in diesem Abschnitt genauer erläutert werden.

Verträge für Surfsticks laufen in der Regel ein bis zwei Jahre. Der Abonnent muss jeden Monat einen Fixbetrag entrichten. Während der Laufzeit kann er von seinen Inklusiv-Leistungen gebrauch machen. Im Fall der Surfsticks ist dies beispielsweise ein Datenvolumen von mehreren Gigabyte, die er innerhalb von einem Monat verbrauchen kann. Wird das Volumen überschritten, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • die Geschwindigkeit wird (auf GPRS-Speed) gedrosselt, es fallen keine Zusatzkosten an
  • die Geschwindigkeit wird nicht gedrosselt und der Abonnent zahlt einen festen Betrag für die zusätzlich verbrauchten Megabyte

Das monatliche Datenvolumen ist bei allen Anbietern ähnlich. Je größer das Volumen, desto höher auch der Preis. Generell steigt das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den teureren Tarifen. Dementsprechend bietet der teuerste Tarif das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Im Gegensatz zum Vertrag gibt es bei der Prepaidnutzung keine monatlichen Fixkosten und natürlich auch keine Vertragsbindung. Interessierte kaufen ein Starterpaket, bestehend aus:

  • Surfstick (verschiedene Modelle)
  • und Guthaben.

Über die Aufladung eines Guthabenkontos können verschiedene Surfpakete gebucht werden. Optional kann die Internetverbindung auch mit einer Datentaktung abgerechnet werden. Die Einzeltaktung pro MB ist allerdings zu teuer, empfehlenswert ist die Buchung eines Tages-, Wochen- oder Monatspakets. Ein klares Plus dieses Angebots ist die Flexibilität und Unabhängigkeit. Sollte der Surfstick die gewünschten Anforderungen nicht erbringen, kann einfach ein anderes Angebot gewählt werden. Bei einem Vertrag besteht dagegen eine Bindung von 24 Monaten. Ob Prepaid oder Vertrag, jeder sollte am besten Angebote selbst vergleichen.

Artikelbild: © Alexandra H. / pixelio.de

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