LIDL-Sonderpostenverkauf Kassel: Angriff der Schnäppchenjäger

LIDL-Sonderpostenverkauf Kassel: Angriff der Schnäppchenjäger

Eigentlich dachten wir ja, dass die Zeiten, in denen wir mit unseren Schlafsäcken vor ALDI campierten, um einen günstigen Computer zu erstehen, ein für allemal vorbei sind – dem Internet sei Dank. Doch wir werden eines besseren belehrt: Auch in der technisch hochentwickelten Welt, in der so ziemlich jeder einen Internetanschluss besitzt und günstige Angebote auf jeder Webseite locken, treibt es immer wieder neue Menschenmassen in die Discounter.

Der Bericht auf Hna.de spricht für sich: Der LIDL-Sonderpostenverkauf in Kassel scheint ein großer Erfolg zu sein. Um die 1.000 Leute stürmen das Geschäft in der Hoffnung, günstige Restposten zu ergattern. Einkaufwagen sind Mangelware, wer einen erhascht, kann sich glücklich schätzen, denn nur so lässt sich der Weg an Regalen vorbei und durch die Menschenmassen bis zur Kasse und den dahinter liegenden rettenden Parkplatz bestreiten.

Am letzten Donnerstag im Monat ist laut Geschäftsführer Ausnahmezustand angesagt. Ganze 3 Tage lang werden Sonderposten verkauft, und das zu attraktiven Rabatten, denn die Ersparnis kann bis zu 50 Prozent betragen. Wenn man bedenkt, dass Discounter-Ware ohnehin schon sehr günstig ist, könnt ihr da ziemlich günstig wegkommen, z.B. mit einem Sack Blumenerde für lediglich 1 Euro.

Vorausgesetzt, ihr bringt Geduld mit. Denn bei all den Schnäppchenjägern dauert es eine Weile, bis ihr den Bezahlvorgang abgeschlossen habt. Mehrere Stunden könnt ihr schon an der Kasse warten, schon um 8 Uhr morgens hatten sich 250 Menschen vor der Ladentür eingefunden. Einmal im Laden angekommen, positionieren sich gewiefte Kunden direkt am Lagereingang, um direkt auf die Verkäufer zuzustürmen, die die Regale mit neuen Produkten bestücken wollten. Bis ins Regal schaffen es so nur die wenigsten Produkte. Und die Kunden sind begeistert, ein Ritual sei der seit 5 Jahren stattfindende Sonderpostenverkauf in Kassel. Hierfür reist man gerne aus ganz Hessen an.

Ein komplett gefüllter Einkaufswagen für nur 20 Euro. Das erinnert ein wenig an die ausgefeilten Shopping-Strategien der Amerikaner, vielleicht erinnert ihr euch ja an unseren Bericht über Ersparnisse von 99 Prozent in amerikanischen Supermärkten. Wie auch immer, die hessischen Kunden sind unermüdlich und setzen noch eins drauf: An der Kasse wird munter verhandelt, ob man nicht noch ein wenig im Preis heruntergehen könne.

Übrigens fällt uns ein nettes Detail auf: Auf dem Titelbild verstauen die Kundinnen im Vordergrund ihre Einkäufe doch tatsächlich in REWE-Tragetaschen.

Wir fragen uns, ob Schnäppchenjagden wie diese an der Tagesordnung stehen und stellen fest: Offensichtlich ja. Auf Youtube finden wir direkt eine Dokumentation der kuriosesten Supermarkt-Erstürmungen. Weder ein ALDI, noch ein LIDL ist vor den Schnäppchenjägern geschützt. Und auch direkt vor unserer Bürotür spielten sich derartige Vorfälle ab, beispielsweise, als der Media Markt am Alexanderplatz eröffnete.

2 Beispiele wollen wir euch nicht vorenthalten. Seht hier, wie den Verkäuferinnen eines LIDLs in Essen die Produkte aus den Händen gerissen werden und staunt über den Ansturm beim Sonderverkauf eines Kieler ALDI-Marktes Anfang des Jahres.

 

Puh, was für ein Glück, dass es das Internet gibt. Die Jagd auf Schnäppchen vom heimischen Sofa aus ist doch viel entspannender, als von der Menge erdrückt zu werden. Seid ihr auch schon einmal bei solch einem Restpostenverkauf oder einer Eröffnung gewesen und musstet euch den Weg in die Freiheit erkämpfen? Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte!

Es grüßt euch

Eure Steffi

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