Macht Amazon bald Flip4new und Wirkaufens Konkurrenz?

Macht Amazon bald Flip4new und Wirkaufens Konkurrenz?

Jeder kennt das: Ein neues Handy muss her. Man will ja mit der Zeit gehen und die neuesten Funktionen nutzen können. Aber wohin mit dem alten Handy? Anderes Beispiel: Bei uns zu Hause türmen sich uralte PC-Spiele. Von damals, als wir unseren ersten Computer kauften. Heute will sie niemand mehr ernsthaft spielen: Die Grafik ist schlecht, die Spiele langweilig und außerdem sind sie kaum mit den neuen Betriebssystemen kompatibel. Doch Hilfe naht…

Denn jeder, der seine alten Elektronikartikel loswerden möchte, kann sich an Seiten wie Flip4new.de oder Wirkaufens.de wenden. Diese Seiten funktionieren ganz einfach: Ihr ermittelt online den Wert, den euer Produkt noch hat. Seid ihr einverstanden, schickt euren Artikel kostenlos an die jeweilige Webseite. Ihr bekommt dann wahlweise das Geld auf euer Konto, könnt Gutscheine auswählen oder euer altes Produkt direkt gegen ein Neues eintauschen. So könnt ihr mit Geräten, die ihr nicht mehr benötigt, Geld verdienen.

Der bekannte Versandhändler Amazon will jetzt ebenfalls dieses Prinzip nutzen und steigt mit seiner Betaversion Trade-In in den Markt der Gebrauchtwaren ein. Derzeit läuft das Angebot nur in den USA, doch wenn Amazon dort erfolgreich ist, dann könnten Flip4new.de und Wirkaufens.de ernsthafte Konkurrenz befürchten. Schließlich gehört Amazon zu den bekanntesten Online-Shops in Deutschland.

Wie funktioniert Trade-In denn nun? Das Prinzip ähnelt dem von deutschen Anbietern. Ihr schaut euch zu Hause um, welche Bücher, DVDs, PC-Spiele und Elektronikartikel wie Kameras oder MP3-Player ihr loswerden wollt. Dabei gibt es für ein weißes iPhone z.B. um die 400 Dollar und für eine Staffel Lost könnt ihr noch 11,50 Dollar bekommen. Dann druckt ihr euch einen Versandaufkleber aus. Portofrei wandern eure Artikel zu Amazon und ihr erhaltet einen Amazon-Gutschein, mit dem ihr neue Produkte einkaufen könnt. Nachlesen könnt ihr das noch einmal in einer ausführlichen FAQ.

Eure Produkte werden dann von Dritthändlern weiterverkauft. Zdnet.de zitiert den Vizepräsidenten für Elektronik bei Amazon, Paul Ryder, der den Grundgedanken von Amazon Trade-In erklärt: “Technologie entwickelt sich ständig weiter, und es kommen dauernd neue, bessere Versionen von Heimelektronik-Geräten heraus.“ Die Idee ist jedoch nicht neu, denn Amazon bot bereits in der Vergangenheit die Möglichkeit an, gebrauchte Bücher, Filme und Spiele einzuschicken. Das funktionierte ziemlich gut und deswegen wurde das Angebot mit der Kategorie Elektronik sehr stark vergrößert.

Wir sind gespannt, wann Amazon Trade-In in unseren Landen verfügbar sein wird. In den USA ist es sehr erfolgreich angelaufen und Dutzende Gutscheine wurden bereits verschickt. Was meint ihr? Nutzt ihr ebenfalls Angebote dieser Art oder behaltet ihr eure Altgeräte lieber? Schließlich haben diese ja auch einen nostalgischen Wert und man erinnert sich gerne an sie.

Grüße aus der Sparwelt.de-Redaktion

Eure Steffi

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