Rakuten aus Japan arbeitet daran, Amazon-Konkurrent zu werden

Rakuten aus Japan arbeitet daran, Amazon-Konkurrent zu werden

UPDATE: Erst Mitte Oktober 2011 stellten wir fest, dass sich Amazon auf Konkurrenz aus Japan einstellen muss, denn Rakuten arbeitet eine lange Einkaufsliste ab und kann mittlerweile bereits bekannte Shops wie Tradoria, Play.com oder Buy.com in seinem Portfolio aufzählen. Jetzt scheint sich der Konzern auch für elektronische Bücher zu interessieren, denn die jüngste Übernahme betrifft Kobo – einen E-Book-Händler aus Kanada.

Auf Heise.de erfahren wir von der jüngsten Übernahme. Diese soll Rakuten rund 315 Millionen US-Dollar, also etwa 231 Millionen Euro, gekostet haben. Somit stellt Kobo auch die bisher größte Übernahme für Rakuten dar. Wie nicht anders zu erwarten, verspricht sich der japanische Konzern einen erfolgreichen Ausbau des Online-Handels und will jetzt neu in das Geschäft mit E-Books einsteigen.

Kobo wurde vor 2 Jahren gegründet und erreicht aktuell 5,6 Millionen User aus über 100 Ländern. Außerdem verkauft Kobo einen eigenen E-Book-Reader auch in Deutschland und steht somit in direkter Konkurrenz zu Amazon und dessen Kindle. Im Juli 2011 war der deutschsprachige Online-Shop von Kobo gelauncht worden, darüber berichteten wir im Blog.

Wir von Sparwelt.de berichteten erst kürzlich:

Gerade verbucht Amazon mit dem Kindle sowie dem Tablet-PC Kindle Fire große Erfolge und baut sein Geschäft immer weiter aus, da lässt auch die Konkurrenz nicht lange auf sich warten. Das japanische Unternehmen Rakuten will zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Amazon werden und kauft deshalb immer mehr Unternehmen auf dem internationalen Markt auf. Hier findet ihr eine Übersicht über die jüngsten Käufe.

Hierzulande dürfte Rakuten den wenigsten ein Begriff sein. In Japan ist das Unternehmen jedoch sehr bekannt: 37.000 Händler vertreiben dort rund 75 Millionen Artikel. Von Amazon sind so genaue Zahlen leider nicht bekannt, wir wissen lediglich, dass die Anzahl an Produkten in die Millionen geht. Wenn die momentane Strategie von Rakuten aufgeht, dann dürfte Rakuten bald auch Europäern und Amerikanern ein Begriff sein. Wie das Handelsblatt berichtet, will sich Konzernchef Mikitani vor allem auf die Internationalisierung des Unternehmens konzentrieren. Dabei soll nicht nur ab 2012 im Unternehmen selbst nur noch Englisch gesprochen werden, das Unternehmen will sein Portfolio immens erweitern. Und bereits jetzt kann Rakuten viele Neuzugänge verzeichnen.

Der Yen ist momentan auf einem Höhenflug. Und niemanden freut das mehr als Rakuten-Chef Mikitani, der seine große Chance gekommen sieht: Weitere Unternehmen aufkaufen und Rakuten auch außerhalb Japans bekannter machen. Die Produktpalette ist dabei riesig, was ein Unternehmen verkauft, ist für den Kauf nicht entscheidend: Rakuten vertreibt nicht nur Bücher, Musik oder Haushaltsgeräte, sondern auch Solarzellen für Hausdächer oder Reisen.

Mikitani ist dabei in der ganzen Welt unterwegs und sieht sich nach neuen Shops um. In den USA kaufte er Buy.com ein, in Frankreich Priceminister und in Russland Ozon.ru, den größten russischen Online-Händler. In Deutschland machte die Übernahme von Tradoria Ende Juli 2011 die Runde, wir berichteten darüber bereits im Blog. Aufmerksame User haben den Rakuten-Schriftzug auch bereits im Tradoria-Logo entdeckt.  Zuletzt kaufte Mikitani dann in Großbritannien ein. In seinem Einkaufswagen: Die Play Holding, die den Shop Play.com betreibt, der zu den größten Online-Shops in Großbritannien gehört.

Spannend, finden wir von Sparwelt.de, schließlich berichten auch wir über Schnäppchen von Tradoria oder Play.com.

Das klingt doch ganz so, als hätte Rakuten noch viel vor. Wenn das Unternehmen seine Strategie fortsetzt, dann könnte es tatsächlich zu einem ernstzunehmenden Amazon-Konkurrenten werden. Was meint ihr? Sollte sich Amazon langsam Sorgen machen oder kann dem Unternehmen so schnell niemand wirklich Konkurrenz machen? Wir sind gespannt auf eure Meinungen.

Eure Steffi

2 Kommentare

  1. Ich finde das Vorgehen von Rakuten span nend. Amazon ist ist riesig und – obwohl ich selbst eigentlich alles über Amazon bestelle – wäre eine Veränderung im Markt schön.

    Veränderungen sind positiv. :)

  2. Guter Blog, gefaellt mir sehr gut. Auch nette Themen.

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