5 Stunden Musik/ Monat bei Simfy, Ende des Gratis-Streaming?
UPDATE: Schon Ende September 2011 kündigte Simfy an, dass nur noch 20 Stunden Musik im Monat kostenlos zur Verfügung stehen sollen. Das Modell der Premium-Angebote wird nun verschärft, eine kostenfreie Nutzung ist nur noch für insgesamt 5 Stunden pro Monat möglich. Außerdem steht eine größere Auswahl an Songs ab sofort nur noch zum Probehören für 30 Sekunden zur Verfügung.
Die erneute Beschränkung stößt, wie ihr euch sicherlich denken könnt, auf geringes Verständnis der Simfy-User. Im offiziellen Blogbeitrag kritisieren diese, dass insbesondere die große Auswahl an Premium-Titeln das Hörvergnügen viel zu stark einschränkt – es sind kaum mehr frei zugängliche Songs zu hören.
Nach vielen negativen Kommentaren veröffentliche Simfy eine ausführliche Stellungnahme, ebenfalls im Blog, und erklärte darin, dass gerade das Premium-Programm, welches nach wie vor zu günstigen 4,99 Euro/ Monat angeboten wird, ein Vorteil für viele User ist. Um dieses weiterhin günstig anbieten zu können, müssen Abstriche im Programm für Free-User gemacht werden.Vor allem, da Simfy ein legaler Dienst ist und die Künstler auch entlohnt werden müssen.
Klar ist diese Argumentation verständlich, dennoch ist die Reduzierung von unbegrenztem Nutzen über 20 Stunden/ Monat und aktuell lediglich 5 Stunden/ Monat plus eine Reduzierung der Länge vieler Songs sehr ärgerlich, gerade weil das Modell für Free-User über Werbung finanziert wird.
Vielleicht wird somit das Ende der kostenfreien Streamingdienste eingeläutet? Fest steht zumindest, dass sich aktuell viele Labels von Unternehmen wir Simfy, Napster oder Spotify distanzieren. Grund dafür ist laut T3n.de eine Studie, derzufolge sich das Streamen von Musik negativ auf andere Absatzkanäle auswirke. Einfach ausgedrückt: Wer einen Musik-Streamingdienst nutzt, kauft keine Cds und nutzt auch keine anderen digitalen Angebote wie iTunes. STHoldings, dem rund 200 Musiklabels angehören, entfernte daraufhin Songs von sämtlichen Künstlern von besagte Plattformen. T3n.de nennt betroffene Genres wie Dubstep, Grime, Bass und Techno.
Die Frage ist jetzt, wie viele Labels nachziehen und ihre Musik ebenfalls entfernen lassen. Für euch wäre es schließlich äußerst ärgerlich, wenn auch eure Lieblingskünstler von Streamingplattformen verschwinden, gerade dann, wenn ihr ein Abonnement mit monatlichen Kosten abgeschlossen habt. Wir werden auf jeden Fall dranbleiben und berichten, wenn es etwas Neues in Sachen Musik-Streaming gibt.
Wir von Sparwelt.de berichteten erst kürzlich:
UPDATE: Schon im Mai berichteten wir über Simfy, einen Dienst, der es euch ermöglicht, eure Lieblingsmusik online zu hören. Simfy erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit und jetzt hat das Team beschlossen, seine Dienste umzustrukturieren. 3 Modelle soll es zukünftig geben. Neben dem weiterhin zur Verfügung stehenden kostenlosen Dienst mit begrenztem Musikgenuss gibt es eine teils begrenzte und eine unbeschränkte Version.
Was das bedeutet? Wir von Sparwelt.de wollen euch über die Umstrukturierung bei Simfy informieren. In der vergangenen Woche kündigte das Team von Simfy im Blog an, dass der User sich zukünftig zwischen 3 verschiedenen Modellen entscheiden muss.
Modell 1: Mit dem kostenlosen Paket könnt ihr weiterhin kostenfrei Musik hören, allerdings maximal 20 Stunden pro Monat. Außerdem gibt es Werbeunterbrechungen. Die kostenfreie Version kann über euren PC oder Mac genutzt werden.
Modell 2: Das Premium-Paket kostet euch bis zum 15. Oktober 2011 noch 4,99 Euro, wie hoch der Preis danach sein wird, steht noch nicht fest. Es kommt nicht zu Werbeunterbrechungen und ihr könnt so viel und so lange Musik hören, wie ihr wollt.
Modell 3: Die letzte Möglichkeit ist das Premium-Plus-Paket. Zusätzlich zu den oben genannten Funktionen könnt ihr Simfy für 9,99 Euro im Monat auch auf eurem iPhone, Blackberry oder Android-Smartphone nutzen und offline auf eure Lieblingsmusik zugreifen.
Simfy begründet seine Entscheidung mit der Tatsache, dass 90 Prozent der Nutzer ohnehin weniger als 20 Stunden pro Monat mit Musik hören verbringen und somit von den Änderungen nicht betroffen wären. Allen anderen steht ein werbefreier Dienst zur Verfügung, der auch offline genutzt werden kann. Pro Tag könntet ihr somit rund 40 Minuten gratis Musik hören und hättet weiterhin die Wahl aus rund 13 Millionen Songs. Falls ihr euch übrigens jetzt registriert, könnt ihr den Premium-Plus-Dienst 7 Tage lang kostenfrei testen.
Wir von Sparwelt.de berichteten erst kürzlich:
Es gibt sie in verschiedenen Formen: kostenlose Musik zum Hören per Stream im Internet. Auch Youtube bietet so etwas letztendlich an, die Frage ist jedoch, ob dieses Angebot bei kopiergeschützten MP3s legal ist. Doch seit etwa einem Jahr existiert mit Simfy eine Alternative. Wir plaudern aus dem Nähkästchen, warum Simfy in der Sparwelt.de-Redaktion genutzt wird. Und wie steht ihr letztlich zu Diensten wie Simfy?
Der Launch von Simfy, der Streaming-Plattform für Musik mit Unternehmenssitz nur wenige Hundert Meter vom Büro der Sparwelt.de-Redaktion entfernt im Jahr 2010 wirft alte Fragen neu auf:
Was seid ihr für Musik bereit zu zahlen?
Wie viel stecken Label ein, wie viel bekommt ein Künstler noch für seine Musik? Konzerte zu veranstalten, mit Bühne, Licht- und Tonequipment, ist teuer, daher sind Musiker und Komponisten auch auf die Erlöse aus Tonträgerverkäufen oder Downloads angewiesen. Doch dank Napster und anderen Sharing-Plattformen stagnierten die Verkaufszahlen von Tonträgern.
Man könnte auch sagen, das Problem sei hausgemacht: Die Musikindustrie hat die Preise für CDs und andere Tonträger zu hoch angesetzt. Somit lohnte sich das Risiko, illegal Songs zu tauschen. Doch nachdem die Justiz vermehrt hinter sogenannten Sharern, also Leuten, die illegal Musik tauschen, her ist, erleben solche Programme einen Rückgang an Usern.
Der neueste Trend ist, Musik gegen Werbeeinnahmen und Flatrategebühren gratis oder zu geringen Kosten, online zu stellen.
So brachte ich Katrin von Abowelt.de darauf, dass Simfy auch ein interessantes Thema für Sparwelt.de ist, und stieß auf offene Ohren, da sie auch bereits gute Erfahrungen mit Simfy gemacht hatte. Das Prinzip von Simfy ist einfach: User, die nicht angemeldet sind, können eine begrenzte Auswahl von Songs hören. Man kann sich kostenlos registrieren, dann alle Songs hören und Playlisten zusammenstellen und diese speichern. Man muss online sein, um Musik hören zu können. Seid ihr nicht registrierter Gast oder registrierter User, der aber kein Geld zahlt, so könnt ihr angeblich mehr als 8 Millionen Songs hören. Für 9,99 Euro (30 Tage) und, je nach Länge des Abos (bei 12 Monaten Laufzeit für 8,33 Euro pro Monat), könnt ihr euch beim Premium-Programm anmelden. Dann wird auch keine Werbung mehr angezeigt und ihr könnt dank Apps Songs auf euer iPhone, iPod Touch und Smartphones ziehen und auch offline hören. Hier seht ihr einen Vergleich zwischen den Leistungen für registrierte (nicht zahlende) und für zahlende Premium-Kunden. Für weitere Informationen klickt einfach in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Simfy.
Nun ein paar Fragen an euch: Was meint ihr, bringt Simfy, wenn es doch bei Youtube werbefreie Musik gibt? Kennt ihr Künstler, die besonders bei Simfy vertreten sind, bei Youtube jedoch nicht mehr oder dort nur mit Songs in schlechter Live-Qualität? Ist es denkbar, dass andere Unternehmen Simfy in Deutschland Konkurrenz machen, wie Spotify dies schon seit Ende 2008 im Ausland praktiziert?
Viele Grüße,
Konstantin aus der Sparwelt.de-Redaktion


